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Die Bengalkatze |
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Auf dieser Seite möchten wir Ihnen mehr über die Rasse Bengal erzählen.
Bengal Geschichte der Rasse: Die Bengal Cat ist eine erstmals in den USA gezüchtete Rassekatze. Das Zuchtziel war, eine Katze mit dem sanften verträglichen Wesen einer Hauskatze und dem wilden exotischen Aussehen einer Wildkatze zu schaffen. Sie entstand aus einer Kreuzung zwischen einer Hauskatze und der wilden asiatischen Leopardenkatze (felis bengalensis, Asian Leopard Cat oder ALC genannt). Das ist eine kleine Wildkatze, die mit dem Ozelot oder Margay vergleichbar ist und zwischen 5 und 8 kg wiegt. Sie ist beheimatet in Sud- und Nordasien und Indonesien. Durch jahrelange selektive Zucht nach Gesundheit, Veranlagung als auch Aussehen, ist mit der Bengal Cat eine kleine Nachbildung ihrer wilden Vorfahren mit einer liebevollen Persönlichkeit entstanden. Diese wunderbare Rasse haben wir Jean Mill, einer amerikanische Biologin und Genetikern, zu verdanken. Bereits in den 60er Jahren kreuzte Jean Mill erfolgreich eine Asian Leopard Cat mit einem "normalen" Hauskater. Sie behielt ein getupftes Mädchen aus dieser Verpaarung und kreuzte dieses auf ihren Vater zurück. Aus dieser Deckung erhielt sie einige schön gezeichnete Kitten, gab jedoch das Zuchtprogramm aus privaten Gründen wieder auf. Als in den 70er Jahren an der Universität von Kalifornien ein Genetikprogramm mit Asien Leopard Cats gestartet wurde, erhielt Jean Mill von Dr. Centerwall mehrere getupfte Weibchen aus dieser Studie und begann die Zucht erneut. Das die Kreuzungsversuche zwischen einer ALC und einer Hauskatze überhaupt von Erfolg gekrönt waren, begründet sich in der Tatsache, dass beide Katzenarten die gleiche Chromosomenzahl besitzen.
Erst im Jahr 1986 war es soweit und Jean Mill konnte die erste Bengal auf einer Show in den USA vorstellen. Es war die wunderschöne F 2 Bengal, "Millwood Penny Ante". Sie war verschmust und anhänglich, so wie man sich das Verhalten einer Hauskatze vorstellte. Besucher der Show und auch die Richter waren von der neuen Rasse begeistert und insbesondere in den USA begann ein kometenhafter Aufstieg für diese Katzen im Wildtierlook. Bis dahin waren es Jahre voller Arbeit, Glück und auch vielen Enttäuschungen. Die männlichen Nachkommen der ersten Generationen waren steril. So mussten andere Rassen wie Americen Shorthair, Abessiner, Ägyptisch Mau u. a. eingekreuzt werden. Einige weitere Bengal- Katzenzüchter bauten neue Blutlinien mit eigenen nicht verwandten Asien Leopard Cats auf. So hat sich eine sehr breite Linienbasis ergeben, die es ermöglicht, enge Inzucht zu vermeiden und ebenfalls die Möglichkeit eröffnet, dass nicht jeder Züchter, der gerne mit der Bengal- Zucht beginnen möchte, erst wieder mühevoll den Weg über die ersten Generationen gehen muss. Eine gewisse Linienzucht hat sich aber über die Jahre bewährt, um die erwünschten Merkmale zu festigen. Seit 1985 ist die Bengalkatze in den USA von der TICA zur Zucht zugelassen. In Deutschland wurde sie 1992 von den freien Vereinen anerkannt, bei der FIFE erst im Jahre 1998. Es handelt sich bei dieser Rasse um eine Hybridrasse. Die ersten Generationen, die aus einer Verpaarung eines ALC's mit einer domestizierten Bengal hervorgehen, nennt man Foundations Bengalen (F 1, F2, F3). Erst ab der vierten Generation spricht man von der "domestizierten Bengal Cat". Die meisten Foundations Bengalen sind spätestens nach Eintritt der Geschlechtsreife keine Schmusekatzen mehr und gehören in die Hände von Experten. Sie folgen stärker ihren natürlichen Instinkten als Wildkatze. Das Halten solcher Katzen muss laut Tierschutz artgerecht sein, und ist in Deutschland nur mit strengen Auflagen und einer entsprechenden Haltungsgenehmigung erlaubt. Nur wenige Menschen, die von Wildkatzen begeistert sind, sind auch wirklich in der Lage dazu, diesen Katzen die Bedingungen zuschaffen, welche sie wirklich benötigen. Wer mehr über die Haltung von ALC's und Foundations Bengals wissen möchte, sollte sich ausführliche Informationen bei erfahrenen Züchtern einholen, die diese Katzen auch schon über mehrere Jahre halten und züchten.
Gut gezüchtete, domestizierte Bengalen zeigen in heutiger Zeit wirklich einen herrlichen Wildlook, der den Foundation's sehr nahe kommt. In einer Zucht mit gut ausgewählten Zuchttieren, sind Bengalen mit herrlicher kontrastreichen Tupfen- oder Rosettenzeichnung, fast ohne Streifen am Körper, wunderbaren Schultermarkierungen, Rosettenzeichnung am Schwanz und einen schönem Kopftyp mit kleinen gut abgerundeten Ohren, immer mehr anzutreffen und das bei einem wirklichem Schmusetemperament.
Rassebeschreibung: Kopf: Breiter deutlicher kielförmig mit gerundeten Konturen. Länger als breit. Leich schmal zu den Körper-Proportionen, aber nicht zu extrem. Der Schädel hinter den Ohren macht eine sanfte Kurve und mündet im Nacken. Die Ausmaße der Katerbacken sind erst im Erwachsenenalter abgeschlossen. Insgesamt sollte sich der Kopf so deutlich wie möglich von domestizierten Katzen unterscheiden.
Augen: Oval beinahe rund. Groß aber nicht glupsch Augen. Sie sitzen weit auseinander, mit einer leichten Tendenz in Richtung Basis der Ohren. Die Augenfarbe ist unabhängig von der Fellfarbe ausgenommen bei Lynx point, hier sind nur blaue Augen zugelassen. Ansonsten gilt je intensiver und kräftiger die Farbe ist desto besser.
Ohren: Mittel bis klein, relativ kurz, mit breiter Basis und gerundeten Spitzen. Sie sitzen mehr auf der Seite als oberhalb des Kopfes, Sie folgen den Konturen des Gesichts in der fordern Ansicht, und verjüngen sich nach vorne in di Profil-Ansicht. Helle horizontale Behang sind akzeptabel, aber bei Lynx sind Haarbüschel unerwünscht.
Körper: Rumpf: Lang und kräftig, nicht oriental oder foreign. Mittel bis groß, aber nicht so groß wie die größte Domestik Rassekatze. Beine: Mittel lang, hinter Beine sind leicht größer als die vorderen Beine. Pfoten: Lang, rund, mit hervortretenden Knöcheln. Rute: Mittel lang, dick, sich zum Ende verjüngend mit runder Spitze. Knochenstruktur: Kräftig, stabil niemals zierlich. Muskulatur: Sehr muskulös, vor allem bei Katern ein herausragendes Merkmal.
Fell: Länge: Kurz bis mittel lang. Bei Welpen ist längeres Haar zu tolerieren. Beschaffenheit: Dicht und luxuriös. Dicht an liegend und ungewöhnlich weich und seidig bei der Berührung. Zeichnung: Spotted und Marbled.
Fuzzy!!! Was ist das??? Das Fuzzy kann man bei Bengal - Kitten und Wildkatzenbabys sehr gut beobachten. Das Fell durchlebt verschiedene Statien seiner Entwicklung. Bei der Geburt der Kitten erkennt man klar und deutlich seine Zeichnung, allerdings fehlt den Rosetten noch ihre Zweifärbigkeit. So ab der dritten bis vierten Lebenswoche kommen die Babys in Ihre Fuzzys. (Verschwommene unscharfe Fellzeichnung) Die Zeitspanne dieses Stations ist unterschiedlich lang und kann mehr oder weniger stark ausgeprägt sein. Bei Snow - Bengalen ist das Fuzzy am stärksten ausgeprägt. In dieser Entwicklungsphase sind sie eher grau, wenn nicht sogar farblos und wirken zerrupft. Bei Wildkatzen dient dieses Babyfell als Schutz und Tarnung in der Wildnis. Leider ist das genau die Zeit wo viele Kitten - Interessenten sich für die Kleinen interessieren und auf Besuch kommen wollen. So fehlt es den Interessenten Verständnisweise schwer, eine Entscheidung fürs Leben eines Kittens zu treffen, das im Augenblick eben nicht ganz so aussieht, wie man es sich vorgestellt hat. Der zukünftige Besitzer kann sich aber auf die weiter Entwicklung des Katzenkindes verlassen und sich freuen das sein Kitten genauso schön werden wird wie er sich es gewünscht hat. Beim Bengalkitten endet das Fuzzy frühestens im Alter von etwa 9 Monaten und die Verwaschen wirkende Kitten haben endgültig ihre atemberaubende Klarheit wieder erlangt, und sie werden Tag für Tag immer schöner.
Links mit ca. 3 Monaten Rechts dieselbe Katze Monate später
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Farbe: Brown Tabby Alle Variationen von braun sind erlaubt, obwohl eine hoher Grad in Richtung Zimtfarben bevorzugt wird. Markierung in verschiedenen braun bis schwarz Schattierungen. Hell leuchtende Augen und fast weiße Schnurrhaarkissen, Kinn, Bauch, Brust und Innenseite der Beine ist erwünscht.
Seal Sepia Tabby, Seal Mink Tabby und Seal Lynx Point Tabby Die Zeichnung kann verschiedene braun Schattierungen aufweisen. Es sollte nur wenig oder gar kein unterschied zwischen der Farbe der Körper-Markierungen (Zeichnungen) und der Point-Farbe sein.
Haltung und Pflege:
Die Bengal Cat ist eine reine Wohnungskatze. Die Wohnverhältnisse sollten aber nicht so beengt sein und auch wirklich ausreichend Platz zum Spielen, Toben und Klettern vorhanden sein. Sie benötigen einen Kratzbaum zum Klettern, Ruhen und zur Krallenpflege. Viele Bengalen lieben den Blick von oben, deshalb sollte man Ihnen auch Liegemöglichkeiten z.B. auf dem Kleiderschrank o. ä. anbieten. Sie sind besonders begeistert, wenn Herrchen oder Frauchen mit ihnen spielt. Mit einem Wedel aus Federn oder Bändchen spielen sie fast bis zur Erschöpfung. Wenn es die Wohnverhältnisse zulassen, gelegentlich einen gesicherten Auslauf zu bieten, ist dies natürlich ideal. Es muss aber nicht sein. Ein gesicherter Balkon oder ein vernetztes Fenster bieten auch ausreichend frische Luft und Sonne. Wenn man den ganzen Tag außer Haus ist, sollte eine Bengal auf keinem Fall als Einzelkatze gehalten werden. Sie vertragen sich auch gut mit anderen Katzen und Hunden. Nach Möglichkeit sollte man ihnen auch Zugang zu allen Räumen ermöglichen, denn sie halten sich gern in unserer Nähe auf. Man kann Bengalen wirklich gut erziehen und ihnen beibringen was für sie "tabu" ist. Nach der Eingewöhnungszeit passen sie sich auch bestens den normalen Tagesablauf in der Familie an. Kinder sind bei den meisten Bengalen sehr beliebt. Eine besondere Fellpflege brauchen Bengalen nicht, sie sind in der Lage ihr Fell selbst zu pflegen. Trotzdem mögen sie es, wenn man ab und zu ihr Fell bürstet.
Das Wesen:
Bengalen sind sehr freundliche, schmusige, zutrauliche und menschbezogene Katzen. Sie haben ein sehr sanftes Wesen. Durch lautes Schnurren, Treteln und Köpfchen geben, fordern sie ihre Menschen zum Schmusen auf und legen sich auch gern auf ihren Schoß. Sie sind ungeheuer neugierig und ihrer Aufmerksamkeit entgeht nichts. Bis ins hohe Alter sind sie fast zu jeder Zeit zu einem Spielchen bereit, sie klettern sehr gern und mögen die Aussicht von oben. Einige von ihnen sind sehr lebhaft, andere gehören eher zu den ruhigeren Exemplaren. Auf Grund ihrer Intelligenz verstehen sie Verbote ihrer Menschen genau zu deuten und man kann sie (wenn man will), sehr gut erziehen. Einige Bengalen mögen gern das Spiel mit Wasser, so findet man Spielsachen wie kleine Fellmäuse oder Bälle im Wassernapf wieder. Viele trinken auch gern frisches Wasser direkt aus dem Wasserhahn. Auch apportieren sie liebend gern die weggeworfenen Spielsachen, sie mögen überhaupt gern, wenn wir Menschen uns mit ihnen beschäftigen. Was aber nicht heißt, dass sie nicht alleine spielen können. Uns macht es immer sehr viel Freude, ihnen bei der Art und Weise wie sie Spielen, zuzuschauen. Besonders auffällig ist auch ihre Sprungkraft. Da ihre Hinterbeine etwas höher sind als die Schultern, sind sie sprunggewaltiger als andere Katzen. Sie besitzen ein großes "Vokabular", Damit kommunizieren sie in den verschiedensten Tonarten und machen uns damit unmissverständlich ihre Wünsche klar. Die Laute, die einige rolligen Katzen von sich geben übertreffen wirklich alles bisher gehörte. Manchmal schreien sie sehr schrill, bei der nächsten Tonlage gurren sie fast wie eine Taube. Es macht wirklich sehr viel Freude Bengalen zu besitzen. Gerade die Mischung aus einer aktiven, lebendigen und intelligenten , aber zugleich auch sehr anhänglichen, schmusigen und ausgeglichenen Katze, macht diese Rasse zu etwas Besonderem. |